vieles ist anders

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Flinders Ranges - Südaustralien (3)

Allgemein — posted_by anirak @ 06:01

Die Sonne scheint von einem stahlblauen Himmel herunter und ein kühler Wind bläst durch die Nadelbäume. Es ist angenehm warm, wenn nur der Wind nicht wäre. Aber eben, wir haben hier in den Flinders Ranges Winter. Die Papageien fliegen in Scharen durch die kühle Bergluft und veranstalten einen Heidenlärm :-) Wenn ich von unserem Cabin, wo wir wohnen, nach draussen blicke, sehe ich den Rawnsley Bluff in einem wunderbaren Licht. Die Farben wechseln laufend, je nach Tageszeit. Die wilde Natur, die Tiere, die Berge, das Licht, machen diese Outback-Gegend einfach einmalig. Wer es nicht selbst erlebt hat, kann es sich kaum vorstellen. Wir leben und arbeiten hier seit über einem Jahr und möchten diese Erfahrung nicht missen.

Gestern Samstag, nach dem Einkauf, sind wir von Port Augusta heim gefahren wo wir eine Nacht verbracht hatten. Auf dem 140km langen Heimweg sind wir der Pichi Richi Eisenbahn begegnet und haben dabei an Anna aus Oesterreich gedacht, welche auf dieser Seite Ihre Artikel veröffentlicht und mit den australischen Behörden kämpft um bald in diese Gegend einwandern zu können. Der Behördenkrieg ist manchmal wirklich sehr, sehr mühsam. Wir können auch ein Liedlein davon singen... Letztes Jahr im Oktober, haben wir neue Papiere ausgfüllt und permanente Residenz beantragt. Auch unser Boss musste nochmals die Formulare ausfüllen. Wir haben dann wieder Gebühren bezahlen müssen, diesmal AUD$ 2'060.- und wir mussten alle unsere Dokumente, Zertifikate, Polizei-Strafregisterauszug etc. nochmals einreichen, resp. auch wieder dafür bezahlen. Wir wurden nochmals zum Röntgen geschickt, diesmal nicht in Bern/CH sondern in Adelaide. Unser Blut wurde auf HIV getestet, unser Urin untersucht, unser Gewicht registriert, Herztöne abgehört usw. und auch dort mussten wir natürlich nochmals bezahlen. Soweit ist alles i.O., wir sind gesund und munter. Nun haben wir aber mitlerweile eine andere Sachbearbeiterin auf der Immigrations-Behörde bekommen und die gute Frau hat uns eine e-mail geschrieben, dass sie Papiere von uns braucht, welche unsere Partnerschaft beweist! (Da wir ja nicht verheiratet sind.) Und zwar für mind. 12 Monate bevor wir die Papiere für die permanente Residenz eingereicht haben. Sie verlangte amtliche Papiere worauf unsere beiden Namen stehen. Sehr witzig! Da wir in der Schweiz zusammen in der selben Wohnung gewohnt haben, uns dort gemeinsam aus der gleichen Gemeinde, am gleichen Tag abgemeldet hatten und am selben Tag unsere Steuern bezahlt haben, sowie am gleichen Tag im selben Flugzeug von Zürich-Kloten abgeflogen sind und am gleichen Tag in Adelaide gelandet sind und zur Einwanderungsbehörde unseren Stempel im Pass holen gegangen sind, erschien uns diese Forderung nun doch etwas abstrakt. Wir haben der Dame auf der Behörde dann geschrieben und versucht zu erklären, dass wir ja bereits über ein Jahr hier in Südaustralien beim gleichen Arbeitgeber als Paar angestellt sind unter dem gleichen Sponsorship Visa arbeiten und im selben Cabin wohnen. - Hat alles nichts geholfen. Sie hat auf die Papiere bestanden. Tja, ich sage euch, obwohl wir seit 8 Jahren zusammen leben, sind wir ja immer noch zwei einzelne Personen und gemeinsame Papiere zu finden worauf unsere beiden Namen stehen, war eine eher schwierige Aufgabe. Glücklicherweise hatten wir ein Papier von 2005 von einer Bank auf Mauritius wo wir ein gemeinsames Konto eröffnet hatten. (Mein Partner Anand ist ja ursprünglich Mauritianer, jetzt allerdings Doppelbürger mit Mauritianischen- und Schweizer-Pass.) Und ein anderes Papier als wir in Maroochydore/Queensland in 2006 ein gemeinsames Bankkonto mit $500.- eröffnet hatten, als Zeichen für unsere feste Absicht nach Australien zurück zu kommen und hier zu leben. Zusätzlich habe ich der Immigrations-Dame noch einige andere Papiere eingescannt und zugemailt. Das war vor ca. 2Wochen und seither habe ich nichts mehr gehört. Vermutlich bedeutet das, dass die Papiere in Prüfung sind. Ausserdem müssen wir im September an der Universität von Adelaide zum IELTS-Test erscheinen! (Kostet auch wieder je $280.- p.P., eine Uebernachtung in Adelaide und je fünf Stunden Autofahrt, hin und zurück. Merkwürdig, nun müssen wir unser "Functional English" beweisen, obwohl wir doch das Sponsorship-Visum nach vielen Prüfungen hin und her bekommen haben und bereits seit über einem Jahr hier in Down-Under arbeiten.

Aber eben, wie gesagt, hier ist vieles etwas anders.

Liebe Grüsse und bis zum nächsten Artikel,

Karina

Ps.: Habe festgestellt, dass mein Kommentar-Link nicht funktioniert, obwohl ich ihn freigeschaltet habe. Falls jemand Lust hat eine Bemerkung/Frage/Kommentar etc. an mich zu schreiben, hier meine E-Mail: lucky4@gmx.ch

 

 

 


Flinders Ranges - Südaustralien (2)

Allgemein — posted_by anirak @ 13:56

Hallöchen

Seit ein paar Tagen ist das Wetter hier furchtbar. Der Winter ist da und es regnet in Strömen. Auch jetzt, 21.32h nachts. Wir hatten heute Temperaturen von 8-17 Grad und der Himmel war, wie auch schon gestern und vorgestern grau, verhangen und ein kühler Wind bläst. Da wir schon sehr laaaaaaaaange auf Regen gewartet haben, freuen wir uns sehr dass das ersehnte Wasser endlich vom Himmel fällt. Der Boden war furztrocken, bickelhart und Staub war überall. So wie es halt im Outback auch sein soll. Allerdings leben hier in den Flinders Ranges auch sehr viele Wildtiere wie zB.: Kängurus, Emus, Hasen, Füchse, diverse Echsen und sehr viele Vögel. Ohne Wasser sterben viele Tiere und die Pflanzen verdorren. Ohne Regen bleibt es im Winter hier kahl und dürr. Nun aber, wie gesagt haben wir seit ein paar Tagen richtig europäisches Sch....wetter. Der trockene Boden kann das Wasser nicht aufsaugen und die seit langem ausgetrockneten Flussläufe, füllen sich nach und nach mit etwas Wasser. Viele Strassenverbindungen in unserer näherer Umgebung wurden geschlossen, weil es zu gefährlich ist auf den durch den Regen überfluteten Strassen zu fahren. Wir sind momentan wieder einmal abgeschnitten von der Welt. - Naja, nicht ganz. Wir haben glücklicherweise immer noch unser Wireless-Internet, denn auch Handy-Empfang gibt es hier natürlich nicht. TV haben wir, - allerdings mit nur zwei einheimischen Fernsehprogrammen: Seven und ABC1. Thats it. Zeitungen gibt es ab und zu.

So informieren wir uns täglich über Internet (funktioniert leider auch nicht immer, je nach Witterung), was so draussen in der grossen weiten Welt läuft. Wir lesen täglich (wenn möglich) die europäischen und australischen Zeitungen und sind in regem Kontakt mit Familie und Freunden in der Schweiz, Mauritius, Deutschland, Oesterreich, Frankreich, Italien, England und Australien. Glücklicherweise gibt es Messengers mit denen wir online chatten können. Die Telefonverbindung über Internet via Skype ist oft etwas wackelig. Kurzmitteilungen auf Mobiltelefone schreiben wir auch über Internet.

Wir arbeiten hier auf einer Station in der Tourismusbranche während 10 Tagen und haben danach ganze 4 Tage frei! Genial. Die 10 Tage Arbeit vergehen unheimlich schnell, da wir immer sehr viel zu tun haben. Und während den 4 Tagen frei reisen wir dann in Südaustralien herum. Falls wir Lust auf eine grössere Stadt haben, dann fahren wir nach Adelaide, das ist ja "unsere" Hauptstadt. Wir haben dann jeweils 5 Stunden Autofahrt vor uns. Aber wir haben uns inzwischen an die langen Strecken gewöhnt, ist alles schon sehr normal geworden. Wir packen dann ein paar Kleider ein, Wasser, Esswaren und viele CD's und dann geht es früh am Morgen los. Gegen Mittag sind wir dann irgendwo in einem Motel oder Cabinepark wo unsere Kurzferien beginnen. Ueblicherweise bleiben wir für 2 Nächte. Das gibt uns genug Zeit um wieder heim zu fahren und auf dem Rückweg einkaufen zu gehen. Wir müssen ja dann jeweils für die nächsten 10 Arbeitstage alles einkaufen was wir so brauchen. Spät abends, nach 5-stündiger oder ähnlich langer Heimfahrt, packen wir dann all unsere Einkäufe aus, sortieren und räumen ein. Den letzten Tag faulenzen wir zu hause und erledigen die leidigen ebenfalls nötigen Dinge wie putzen und waschen. Und dann geht es wieder los. Unser erster Arbeitstag ist jeweils der Dienstag. Frei haben wir von Freitag bis Montag. Wir haben das so von unserem Arbeitgeber gewünscht, damit wir jedes zweite Wochenende off haben. Somit können wir von den eher kärglichen Outback-Wochenendveranstaltungen profitieren. An unserem letzten freien Samstag waren wir in Hawker an den Pferderennen, welche einmal im Jahr stattfinden. Es war ähnlich wie wir es in Europa kennen, nur halt ländlicher. Und die Leute die man sonst auch so sieht, waren ebenfalls alle dort (Hawker hat ca. 3oo Einwohner). Ich stelle ein Bild ins Album damit ihr einen Eindruck vom Renntag bekommt.

Tja, und mittlerweile hat der Regen draussen etwas nachgelassen. Wir erwarten allerdings noch mehr Regen. Und dann, wenn es genug ist, hoffen wir auf etwas Grün und viele kleine Wildblumen. Und mit dem Grün kommen auch riesige Scharen von Papageien zurück und...    - Jetzt regnet es wieder :-)

So, ihr Lieben da draussen in der Welt. Ich ziehe mich langsam zurück. Morgen erwartet uns wieder viel Arbeit. Und eigentlich hätte ich noch lernen sollen, da die Einwanderungsbehörde von uns ein Papier haben will womit wir beweisen, dass wir "functional english" sprechen. He, he, he. Sehr witzig. Wir arbeiten seit einem Jahr hier und haben ein Visum für 2 Jahre und sind von einem australischen Arbeitgeber unter Sponsorship angestellt. Wir haben alle Kriterien erfüllt und nach einem umfangreichen Papierkrieg und medizinischem Check und nach ein paar Fränkli's ärmer, sind wir in Adelaide eingereist und haben uns am gleichen Tag auf der Einwanderungsbehörde registrieren und nochmals stempeln lassen. Nun, nach einem Jahr, haben wir die Papiere für die permanente Residenz ausgefüllt und ebenso unser Arbeitgeber. Wieder alle!! ächz, bereits eingereichten Unterlagen nochmals! einreichen müssen, inklusive einem Strafregisterauszug aus der Schweiz - kreisch! wir waren seit einem Jahr nicht mehr in der Schweiz. Aber egal, wir mussten den gleichen Strafregisterauszug nochmals anfordern und einsenden und natürlich die Kosten dafür auch nochmals bezahlen. Naja, und jetzt müssen wir noch den IELTS-Test machen gehen an der Universität in Adelaide. Dieser Test kostet uns auch wieder je $280.-- (also $560.-), resp. hat bereits gekostet. Bezahlen mussten wir bereits, sonst hätten wir keinen Prüfungstermin bekommen.

Tja, wir ihr seht, vieles ist hier anders.

Liebe Grüsse und bis zum nächsten Artikel.

Ps.: Jetzt giesst es wie aus Kübeln.

 

 


Grüsse aus den südaustralischen Flinders Ranges

Allgemein — posted_by anirak @ 16:09

G'Day, nein eigentlich guten Abend oder so, da bei uns schon 23.40h ist momentan. Ich habe mich nach der Lektüre von einigen Artikeln hier auf der Webseite, entschlossen auch ein paar Worte zu Australien zu schreiben. Nun habe ich mich rasch eingeloggt und wollte eigentlich danach schlafen gehen. Da ich aber nun schon einen Titel eröffnet habe, möchte ich auch kurz etwas schreiben. Der Artikel von Anna und ihrer Begeisterung von Südaustralien hat es mir besonders angetan, weil wir hier in ihrer "Traumgegend" in den Flinders Ranges, nahe dem Wilpena Pound wohnen. Und somit sehr nahe an ihrem Landbesitz leben, welchen sie in ihren Artikeln beschreibt. (sehr nahe auf australisch wohlverstanden, ich schätze ca. 60 Min. Autofahrt) Vor fast genau 1 Jahr hatten wir hier bei unserem Arbeitgeber unseren ersten Arbeitstag. Dh. wir (mein Partner u ich selbst) sind am 23. Mai 07 in Adelaide gelandet und am 25. Mai 07 hat unser Leben hier in Australien so richtig begonnen, immer noch müde von der langen Reise von Zürich nach Frankfurt über Singapore nach Adelaide dann den ganzen Tag in der Stadt verbracht (Einwanderungsbehörde, Stempel holen und so) und gegen Abend mit dem Stateliner-Bus nach Port Augusta gefahren. Ich sage euch das war relativ happig - die ganze Reise alles am Stück. Und in Port Augusta hat unser neues Arbeitgeber Paar um fast 22 Uhr nachts auf uns gewartet und uns zu einem Supermarkt geführt "Woolworth" damit wir noch was Essbares für unsere ersten Arbeitstage im Outback kaufen konnten. Nach erfolgreichem Einkauf dann, fuhren wir, noch müder als zuvor, in der dunklen Nacht auf dem Rücksitz des Autos vom Boss durch die stockfinstere Nacht über endlos scheinende Strassen. Rundherum war es finster und keine Häuser weit und breit zu sehen. Uns fielen fast die Augen zu... Irgendwann kamen wir dann nach Quorn und weiter ging die endlose Fahrt nach Hawker (ebenfalls ein winziges Städtchen) und noch weiter.... Schlussendlich, es war kurz vor Mitternacht, kamen wir am Zielort an. Fix und fertig. - Ich denke ich werde euch im nächsten Artikel besser alles von Anfang an erzählen, da in Down Under eben vieles etwas anders ist. Liebe Grüsse und bis dann, Karina

 

 


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